Neue Wege

June 23rd, 2011
Für alle die mich in den letzten Wochen persönlich gesehen habe ist das folgende nichts neues mehr, für alle anderen folgt für einmal ein persönliches Update.
Nach dem Osterwochenende dieses Jahres habe ich meine Stelle am Institut für Software gekündigt. Das kam für mich selbst auch überraschend aber ich konnte einiges nicht mehr mit meinem Gewissen vereinen, deshalb habe ich meine Stelle gekündigt.
Ich habe mich in den letzten 2 Jahren immer wieder nach Möglichkeiten umgesehen eine berufsbegleitende theologische Ausbildung zu machen. In dieser Zeit habe ich nie eine Ausbildung gefunden welche zu meiner Situation gepasst oder die mich überzeugt hätte. Jetzt hatte sich meine Situation plötzlich grundlegend verändert und ich ging erneut auf die Suche nach verschiedenen Möglichkeiten eine Ausbildung zu machen. Dank einem Freund vom mir konnte ich die Theologische Hochschule Reutlingen besuchen. Die Atmosphäre im Unterricht, das Leben auf dem Campus hat mir sofort gefallen. Und so habe ich mich nach einigem nachdenken und rechnen entschieden mich fürs Theologiestudium in Reutlingen anzumelden. So werde ich ab Oktober unter der Woche in Deutschland leben, an den Wochenenden und in den Semesterferien werde ich vermutlich meistens in der Schweiz sein. Mein letzter Arbeitstag in Rapperswil wird in der Woche vom 18. Juli sein, wer mich also noch dort besuchen möchte muss sich beeilen.

Dazugehören oder dazu passen?

January 24th, 2011

Es war lange ruhig auf meinem Blog, da ich im Moment mit etwas Fieber im Bett liege habe ich Zeit wieder einmal einige Gedanken auf diesem Weg, in die Welt zu entlassen.

Vielleicht kennst du den Song All I Need Is You (Lord), ich möchte bei dieser Aussage mal ein Fragezeichen machen. Ist Gott wirklich das einzige was ich als Mensch brauche? Oder anders gefragt ist ein Mensch mit Gott autark, unabhängig von allem anderen?

Was sagt die Wissenschaft dazu? Neue Forschungen in der Biologie und der Neurowissenschaften zeigen, dass der Mensch für Beziehungen, das Gefühl dazu zu gehören gebaut ist. Er braucht das. Beziehungen formen unsere Erfahrungen und unsere Biologie. Sie beeinflussen unser wie unser Hirn funktioniert und sich entwickelt. Das macht die Gefahren von fehlenden Beziehungen viel realer und gefährlicher. Sie sind definitiv nicht mehr nur Gegenstand der „gspürsch mi“ Wissenschaften sonder Fakten der Neurowissenschaften.

Der Wissenschaftskritiker wird jetzt vermutlich dagegen ins Feld führen, dass er eine Beziehung mit Gott hat und dass diese für die Wissenschaft nicht Gegenstand der Forschung war. Das die Neurowissenschaften sich nicht mit Gottesbeziehungen und wie man die messen kann befasst haben stimmt vermutlich. Deshalb werfen wir hier mal einen Blick in die Bibel. Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 1. Mose 2,18

Nach dem alles was Gott geschaffen hatte gut war ist da etwas nicht gut und zwar das der Mensch alleine ist. Gott macht diese Aussage zu einem Zeitpunkt als noch keine Sünde die Beziehung zwischen ihm und dem Menschen beeinträchtigte, die beiden hatten eine perfekte Beziehung wie sie heute niemand mehr haben kann und trotzdem war es so nicht gut. Der Mensch braucht Hilfe, er ist auf sich alleine gestellt nicht genug. Und wie sich später in der Geschichte zeigt ist nur ein anderer Mensch eine Hilfe die ihm entspricht. Also ist auch aus biblischer Sicht, Gott nicht das einzige das der Mensch braucht. Und für alle die einem gerne das Wort im Mund verdrehen, ich habe mit keinem Wort gesagt der der Mensch Gott nicht braucht.

Das ist die Grundlage auf die ich aufbauen möchte. Ich glaube es ist in unserer Gesellschaft sehr schwer geworden echt Beziehungen zu finden. Ganz bestimmt für die, die die eine passende Hilfe noch nicht gefunden haben. Zum einen ist es heute nicht In Hilfe zu brauchen. Es wird von uns erwartet, dass wir alles im Griff haben, dass wir in uns genug sind, wer Hilfe braucht ist schwach und hat keinen Platz in der Leistungsgesellschaft. Die meisten helfen selber gerne aber Hilfe braucht niemand. Dabei, kann ich wirklich helfen wenn ich nie Hilfe erfahren habe, kann ich von ganzen Herzen geben wenn ich nie von ganzem Herzen empfangen habe? Ich brauche jedenfalls Hilfe, mehr als mir manchmal lieb ist und ja ich habe manchmal Probleme das zuzugeben und diese Hilfe auch anzunehmen.
Zum anderen haben wir heute ein seltsames Bild von Beziehungen. Technologie kann Beziehungen nicht ersetzen. Egal wie viele Menschen wir Adressbuch oder wie viele Freunde wir in Facebook haben das sind so noch keine echten Beziehungen. Zudem haben wir das dazugehören oft mit dem dazu passen vertauscht. Wir lernen wie wir dazu passen können und verhalten uns so wie es erwartet wird und glauben, dass wir so dazu gehören, dabei passen wir nur dazu. Und eigentlich bin nicht ich es der dazu passt sondern das ich das gelernt hat dazu zupassen. Brené Brown beschreibt Authentizität, also das wir sind wer wir wirklich sind, als Voraussetzung für echte Zugehörigkeit. Wir können nur wirklich dazugehören wenn wir sind wer wir wirklich sind ob wir passen oder nicht ist nicht wichtig. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen nicht damit umgehen konnten wenn ich ihnen gegenüber authentisch war, wenn ich meine echten existenziellen Wünsche und Hilfsbedürftigkeit gezeigt habe dann wurde es still oder wenn ich auf die Frage wie es geht mal nicht mit einer der erwarteten Antworten antwortet dann wird man in Zukunft einfach nicht mehr gefragt. Wenn ich das von mir erwartete und passende Bild nicht mehr abliefern wollte oder konnte habe ich nicht mehr gepasst. Heisst das, dass ich nie wirklich dazugehört habe sondern nur gepasst habe? Wenn wir ehrlich sind ist es einfach Christ sein zu lernen, ich kann lernen wann ich was sagen muss, wie ich es sagen muss und all das was dazugehört damit ich passe. Bauen wir wirklich eine Gemeinschaft in der man dazu gehören kann oder müssen wir passen? Sind wir nicht anders wie unsere aktuelle Gesellschaft, mit dem Unterschied das wir Gott brauchen und das auch zugeben, aber sonst sind wir die in sich selbst ausreichenden Superhelden. Vielleicht bist du tatsächlich so, ich bin es nicht, ich brauche Hilfe und andere zu denen ich wirklich dazugehören kann und hoffe andere zu finden die auch dazugehören wollen.

Die etwas andere Bibel-Lesehilfe

July 24th, 2009

Vor ein paar Wochen in unserer Kirche. :-)

@Twitter

July 23rd, 2009

Ich weiss nicht genau wie es passieren konnte, evtl. ist das heisse Wetter daran schuld. Aber ich bin jetzt auch am twittern. twitter.com/egrafCH

Pandemie@HSR

July 23rd, 2009

Sorry liebe Studenten die Prüfungssession findet wie geplant statt. Dafür hängt seit gestern auf unserem WC folgender Zettel neben dem Waschbecken.

Ich sehe wir sind bereit. ;-)

Galileo ist da

June 25th, 2009

Seit Gestern ist der neue Eclipse Release, mit dem Namen Galileo da. Die Suche nach dem neuen Superfeature ist schwierig. Ich habe noch kein neues Feature gefunden das mich wirklich aus den Schuhen gehauen hätte. Aber es wurden viele Kleinigkeiten verbesert und verschönert. Und das neue Eclipse benutzt sich wirklich sehr gut.

Vom CDT gibts auch nicht sehr vieles zu berichten. Die integration des Eclipse Debugger Services Framework ist sicher ein grosser Schritt. Aber ich muss zugeben, dass ich mich damit nicht genug befasst habe um wirklich etwas dazu zu schreiben. Auch von der Refactoringfront gibts nicht viel neues, nur das Refactoring „Extract local variable“ ist neu und Rename funktioniert jetzt interaktiv im Editor wie man es vom Java kennt. Für den nächsten Release gibts da hoffentlich wieder mehr zu berichten.

Mein Update auf die neue Version verlief bis jetzt problemlos bis auf eine kleine Ausnahme. Der Mylyn Formulareditor zeigte einge Auswahlboxen nicht mehr an. So konnte ich meine Bugs nicht mehr als fixed oder worksforme schliessen. Aber ein Update des Trac XML-RCP-Plugin hat dieses Problem behoben.

Also nichts grossartig neues aber solide Eclipse Power besser und schöner wie zuvor.

Wo ist der See hin?

June 11th, 2009

Das war in etwa was ich in den vergangen 2.5 Jahre von meinem Arbeitsplatz aus gesehen habe.

Vor 3 Wochen erschienen einige Bauarbeiter die zu erst einen der Bäume auf der kleinen Wiese neben unserem Gebäude gefällt haben und anschliessend die Wiese abgetragen haben. Bald darauf konnten wir herausfinden was da vor unserem Fenster abgeht, die HSR baut Container um mehr Arbeitsplätze für die Masterstudenten zubekommen. Uns wurde aber versichert, dass die Container nicht sehr hoch werden und wir den See noch sehen werden. Jetzt stehen die Container und das ist jetzt meine neue “Aussicht”.

Ich fühle mich gerade etwas verarscht.

Bücher zu vergeben

June 3rd, 2009

Nach einer grösseren Aufräumaktion in meinem Bücherregal habe ich einige Bücher zu vergeben. Wenn also jemand Interessen an einem der Bücher hat braucht er sich nur zumelden. Einige der Bücher sind noch aus meiner Lehre andere ziemlich aktuell.

www.emanuel.graf.name in neuem Kleid

April 7th, 2009

Das ist jetzt also das neue Layout für mein Blog. Alle die mich etwas kennen werden sich jetzt vermutlich fragen, wie hat er das hingekriegt. Für alle Anderen gibts eine kurze erklärende Geschichte.

Es war einmal vor langer Zeit als die zwei angehende Informatik-Ingenieure Leo und Emanuel gerade in der letzten Woche ihrer Diplomarbeit waren. Da hatte Emanuel die Idee die Erklärungen zum CDT-AST durch eine Grafik zu verbessern. Auf der Fahrt nach Hause probierte und zeichente er die ganze Zeit und am nächsten Morgen präsentierte er, doch ein wenig stolz, das Resultat seiner Bemühungen seinem Mitstreiter Leo. Dieser betrachtet die Grafik eingehend meinte darauf: “Die Idee ist gut aber die Farben… ich zeichne das noch einmal.”

Das sollte Beweis genug sein, ich bin trotz meines Nachnamen grafisch wirklich ungeschickt. Noch etwas direkter war das Feedback zu meinem ersten Entwurf für mein Blog: “i wet di ächt nid beleidige, aber äs gseht absolut schrecklich us”. Mari von der das Zitat stammt hat mir allerdings danach auch geholfen und meine Idee so umzusetzt, dass sie meinen Lesern zugemutet werden kann. Und damit müsst ihr jetzt vermutlich für längere Zeit leben. ;-) Zum Schluss geht ein ganz grosses Dankeschön und Kudos an Mari für ihre Hilfe.

Kaffeemaschinen-Blues

March 24th, 2009

Ja das ist jetzt also meine neue Seite. Wie angekündigt noch im Standardlook.

Und was hat das mit dem Kaffeemaschienen-Blues zu tun. Nichts, es ist das Thema des nächsten Bluesgottesdienst der ausnahmsweise in der Krypta (Theologendeutsch für Keller ;-) ) des Grossmünster an diesem Donnerstag stattfindet. Der Bluesgottesdienst ist ein Afterwork-Gottesdiens mit Liveblues und Gedanken zum Alltagsblues den wir immer wieder erleben. Eine Stunde die sich lohnt um einfach mal eine Pause zu machen und aufzutanken. Alle weiteren Infos findes du auf http://www.bluesgottesdienst.ch

Update
Der Gottesdienst ist nicht in der Krypta sonder im Grossmünster selbst und das ist wie der Name schon sagt gross es hat also sicher Platz für alle.